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Architektur

Iran ist ein Land, in dem sich interessante und wichtige architektonische Entwicklungen nachvollziehen lassen. Neben Ausgrabungen, die Zeugnis über eindrucksvolle Architektur und Bauweisen aus der Vorantike und Antike liefern, existieren in Iran auch noch Paläste und religiöse Gebäude aus dem islamischen Mittelalter, obwohl durch Erdbeben vieles zerstört wurde. Mit der Herrscherdynastie der Safawiden wurde im 15. Jahrhundert das Fundament für den iranischen Nationalstaat geschaffen, der seine immensen politischen und gesellschaftlichen Ziele auch architektonisch zum Ausdruck bringen wollte; was sich heute noch erkennen lässt. Mit der Ernennung Isfahans zur Hauptstadt des Safawidenreiches wurde eine ganze Stadt zur Ikone der kaiserlichen Macht gestaltet. Bis heute prägen historische Bauten und die damalige Infrastruktur das Stadtbild Isfahans, wie zum Beispiel der „Naqsh-e Jahan“- Platz („Abbild der Welt“), der mit der funktionalen Zusammenführung der drei Säulen Handel, Politik und Religion bis heute noch Dreh- und Angelpunkt des Stadtkerns ist. Auch die Islamische Kunst Irans, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Islamische Kunst weltweit ausübte, wurde unter den Safawiden nachhaltig geprägt.

Dabei ist für die Architektur der geschichtliche Einfluss der Islamischen Kunst und dessen Rezeption zum Anfang des 20. Jahrhunderts sehr interessant, da neuerdings Verbindungen zwischen der geometrischen Formensprache der Islamischen Kunst und des Bauhauses nachvollzogen werden. Ein ebenfalls bis heute die iranischen Städte prägendes und in jedem Fall sehenswertes Phänomen ist der „Persische Garten“. Schon 2000 v. Chr. existierten die ersten Grundrisspläne für den traditionellen „Chahar Bagh“, einen künstlich angelegten Garten, durch rechtwinklig angeordnete Wasserkanäle in vier Quartiere geteilt und als abgegrenzter, gehobener, veredelter und geometrisch angelegter Ort Abbild des mythologischen Paradieses. „Hauptstadt der Gärten“ ist Schiras in der Provinz Fars, wo unter den Zand-Herrschern im 18. Jahrhundert die persische Gartenkunst erblühte.

Für das trockene iranische Hochland nicht nur architektonisch eindrucksvoll, sondern landwirtschaftlich von signifikanter Bedeutung, sind die sogenannten Qanate und Windtürme. Qanate, ein passives unterirdisches Bewässerungssystem, das Brach- in Ackerland umwandeln kann, und Städte mit kühlem Frischwasser versorgt, findet seinen Ursprung bereits in vorachämenidischer Zeit, etwa 800 v.C., und ist als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Zusammen mit den Windtürmen, die eine passive Raumluftzirkulation erzeugen, konnten schon in der Antike effiziente Kühlungs- und Bewässerungskreisläufe erzeugt werden, die auch heutzutage wieder zum Zwecke der Emissionsreduktion weltweit neue Aufmerksamkeit erfahren.

Zentrum des zeitgenössischen Architektur-Geschehens ist die Hauptstadt Teheran. Mit der Pahlavi-Dynastie fand ab den 1920er Jahren bis zur islamischen Revolution 1979 ein rasanter Ausbau der Infrastruktur und insbesondere ein gigantischer Bau-Boom in Teheran statt. Spätestens ab den 1960er Jahren unter Mohammed Reza Pahlavi galt es, das Stadtbild einer Weltmetropole zu schaffen, was den Bau zahlreicher Monumente, Einrichtungen und Staatsgebäude zur Folge hatte. Neben der Verwendung „westlicher“ Elemente prägt insbesondere das Aufgreifen vorislamischer Elemente diese architektonische Ära. Beispiele hierfür sind das Teheraner Wahrzeichen, der Azadi-Turm, das Stadttheater oder das Museum für Zeitgenössische Kunst. Mit der Islamischen Revolution 1979 verstärkt sich das Augenmerk auf politisch-sakrale Architektur, die sich an Islamischer Bautradition orientiert.

Nach einer Phase der politischen Liberalisierung kehren in den 1990er Jahren einige namhafte Architekten zurück nach Iran, besetzen von nun an die universitären Lehrstühle und prägen einen neuen architektonischen Stil und Diskurs im Land. Obwohl die Verwirklichung besonderer Bauprojekte in Iran selbst sich immer wieder als schwierig erweist, mischt diese neue iranische Architektur-Szene einflussreich in internationalen Wettbewerben und Projekten mit.


Sollten Sie sich für eine Fach- oder Forschungsreise zu Irans Architektur interessieren, sprechen Sie uns an. Neben der Planung ihrer Reise, bringen wir Sie auch gerne mit Experten und Institutionen vor Ort in Kontakt.